Die ersten Megalithenbauten wurden schon um 4500 vChr. errichtet.
Man muss sich vorstellen das einige Megalithenbauten so wie wir Sie kennen damals mit einen Hügel umgeben waren bevor Sie freigelegt wurden. Viele Megalithenbauten waren mit Steinkreisen umgeben und hatten somit auch astronomische Aufgaben. Vermutlich sind viele Anlagen um Jahrtausende jahre älter als bisher angenommen und wurden erst viel später für Bestattungen genutzt. Die Megalithenanlagen könnten die gleiche Zwecke wie etwa Stonehenge gehabt haben.
 
 
Unterschieden werden Megalithenbauten in 5 Kategorien.
 
1- Das Joch oder Urdolmen ist das bekannteste Bauwerk. Es besteht aus den Trägersteinen und dem Deckstein. Darüber war dann ein Erdhügel aufgeschüttet.
 
Das Ganggrab oder Großdolmen besteht aus mehreren Dolmen und kann bis zu 9 Decksteinen verfügen.
 
 
2- Das Hünenbett ist ein dem Ganggrab umschließender Steinkreis.
Typische Hünenbett
 
3- Cromlechs sind kreisförmige Steinsetzungen. Am bekanntesten ist Stonehenge in England.
 
4- Alligements sind Steinreihen oder Steinalleen und können über viele Kilometer lang sein.
 
5- Menhire sind riesige Steinkolosse meist in Blattform. Gerne dabei an Obelix denken.. Der größte aufrechtstehende Menhir ist in Frankreich und hat eine Länge von 12 Meter.
Hier sind mehrer Beispiele zusammengefasst........
 
Sinn und Zweck all dieser Bauwerke ist umstritten. Sie könnten den gleichen Zweck wie Stonehenge haben und als Kalender oder der Sternenkunde gedient haben. Allerdings wurden viele Monumente Jahrhunderte und sogar Jahrtausende Jahre später noch von anderen Kulturen beispielsweise als Begräbnisstätte genutzt.
So sind viele Sagen und Mythen entstanden. Ob Sagen von Riesen, Kultstätte, Versammlungsort, Thinkplatz, Richtplatz,Tempel, Kraftort,Grabstätte --eine eigenartige Stimmung geht noch heute von diesen Bauwerken aus welche auf mystischen Energie- Kraft- Plätzen in der Natur zu finden sind.
Nachweislich stehen die Megalithengräer oft auf untererdischen Wasseradern. Woher aber die Steinzeitmenschen dieses Wissen darüber hatten ist nicht erklärbar. Dadurch lassen sich aber Energie- und Kraftanomalien erklären.
Fest steht das alle Bauwerke nach den Himmelsrichtung ausgerichtet sind, meist in Nord- Südrichtung. Ein astronomisches und mathematisches Wissen welches wir heute gar nicht mehr nachvollziehen können. 
Auf jedem Fall haben diese Baumeister –die Megalitiker unvorstellbares vollbracht angesichts Ihrer damaligen Möglichkeiten.
Das ist ein Grund den Bauwerken mit entsprechendem Respekt zu begegnen..... 
Manche Wissenschaftler glauben die Megalithenkultur sei sogar 10.000-
20.000 v Chr zu suchen............
 
Im Jahre 2010 haben wir wieder schöne Exemplare besucht.
Hier eine riesige Megalithenanlage in Lübeck Blankensee
 
2010 Nr 21 Großsteingrab "Blankensee", Blankensee bei Lübeck

Sprockhoff: Nr. 249.

Von der A20 nimmt man die Ausfahrt Lübeck-Süd und fährt auf der B207 in Richtung Lübeck. Rund 800 Meter nach der Ausfahrt verlässt man die B207 und fährt über die Brücke nach Westen Richtung Beidendorf und Krummesse. Direkt nach der Brücke biegt man nach links ab und fährt weiter nach links am nördlichen Waldrand entlang Richtung Bahnlinie und B207. Unmittelbar vor der Bahnlinie fährt man nach rechts (Süden). Nach etwa 150 Metern hat man das Grab rechts ein paar Meter im Wald zu liegen. Es gibt keine Ausschilderung und keine Informationstafel. Die Anlage ist mit einem kleinen Zaun versehen.
Das Grab Blankenseee ist sehr gut erhalten. Eine in Ost-West-Richtung orientierte Kammer steht in einer ungewöhnlichen Umfassung. Alle Tragsteine sind erhalten, 5 auf der südlichen Seite (einer in die Kammer gerutscht), 4 auf der nördlichen und zwei Schlusssteine im Westen und einer im Osten. Alle vier Decksteine liegen noch auf. Der größte befindet sich im Westen, nach Osten zu werden sie immer kleiner. Der östlichste ist nur ein Bruchstück. Für die Kammer lässt sich eine Innenabmessung von 4,5 x 1,5 Metern angeben. Der Zugang befindet sich auf der südlichen Längsseite und weist zwei Joche auf, die Steine sind z.T. abgekippt. Von der Umfassung sind noch große Teile erhalten. Es ist eine in Nordost-Südwest-Richtung verlaufende Längsseite zu erkennen, die also nicht parallel zur Kammer verläuft. Im Westen bis Nordwesten ist die Umfassung gut erkennbar bogenförmig ausgebildet, im Osten fehlen die Steine. Die Umfassung erinnert an die von Grab Gowens 1.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.79084° N, 10.70125° E (WGS84).
LübeckLübeck
Der Deckstein war gewaltig wirklich beeindruckendLübeck
Es folgt ein stark zerstörtes Megalithen Bauwerk in Wennerstorf unweit von Buchholz sehr versteckt abseits eines Forstweges..Befragte Anwohner kannten es mal wieder nicht......
Nr 22 Großsteingrab "Wennerstorf" ("Margaretenstein"), Wennerstorf, Wenzendorf bei Buchholz

Sprockhoff: Nr. 671

Das Großsteingrab liegt nördlich der Siedlung Wennerstorf, südlich der Autobahn A1. Man nimmt den nördlich aus Wennerstorf herausführenden Weg. Nach einer Rechts- und einer Linkskurve führt nach links ein Weg in den Wald. Nördlich von dem Weg und von diesem aus nicht sichtbar liegt auf einer kleinen Anhöhe nach etwa 100 Metern das Steingrab.
Es handelt sich um eine recht stark zerstörte, in Ost-West-Richtung orientierte Kammer. In situ stehen der westliche Träger und der erste der südlichen Längsseite. Zwischen beiden ist auch noch ein Rest der Ausfüllung mit kleinen Steinen erhalten. Weitere Tragsteine und Decksteine sind verlagert und z.T. zersprengt. Sprockhoff nimmt in seiner Rekonstruktion eine ursprünglich fünfjochige Kammer an.

Koordinaten: 53.36790° N, 9.77481° E (WGS 84).
Wennerstorf
 
 
 
 
 So soll man sich den Bau vorstellen. Das Joch / Dolmen unter einem Hügel vergraben.
In Deutschland wurden durch Rodung, Baustellen, Straßen, Autobahnen, Acker, Siedlungsbau und der gleichen viele Tausend Megalithenbauten zerstört. Früher muss es viele Tausende gegeben haben. Leider stehen bis heute viele Megalithen noch nicht unter ensprechendem Schutz. 
 

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