Megalithenbauten I

Megalithenbauten in Norddeutschland

Niedersachsen - Hamburg  -Schleswig Holstein - Mecklenburg Vorpommern

Sogenannte Hünengräber- oder Megalithenbauten sind uralte steinerne Zeugen aus der Jungsteinzeit.

Bis zu 50000 Megalithenbauten sind in Europa dokumentiert

Ihre Erbauung geht bis 5000 v.Chr zurück.. Somit sind diese monumentalen Bauwerke, wissenschaftlich belegbar älter als die uns bisher bekanntesten ältesten Kulturdenkmäler dieser Welt. Somit sind Hünengräber auch älter als die Pyramiden. Megalithengräber gibt es weltweit aber besonders in West- und Nordeuropa. Das ist etwas besonderes denn vielfach unbekannt und kaum wahrgenommen stehen diese Bauwerke direkt vor unserer Haustür. Mehrere Tausend allein noch in Deutschland. Ich habe viele Hünengräber in Nordeutschland besucht welche ich hier vorstellen möchte......Der zweck dieser Bauten ist umstritten..Ebenso das genaue alter. Sie hatten durch Ihre Ausrichtung der Himmelsrichtung astronomische Zwecke. Später wurden Sie von anderen Völkern und Ahnen z.B in der Bronzezeit als Grabanlagen genutzt. Megalithenbauten sind sind nicht die oft verwechselten Hügelgräber der Bronzezeit sondern nochnal 2 Jahrtausende älter. Da die Wissenschaft über Sinn und Zweck der Bauwerke unschlüssig ist spricht man heute allgemein von Megalithenbauten ....Zur Ansicht mal ein Überblick einiger Standorte im Norden.

Der Reihenfolge nach sind folgende Megalithengrabanlagen zu sehen

Besucht 2006 - 2008 Megalihtenbauwerke I
1. Issendorf bei Horneburg- Buxtehude 2. Klecken bei Hamburg- Harburg 3. Siebensteinhäuser Hodenhagen Bergen Belsen 4. Oldendorfer Totenstadt bei Amelinghausen 5.Sodersdorf bei Amelinghausen 6. Grundoldendorf bei Horneburg
Besucht 2009
7. Waldhusener Forst bei Lübeck 8. Raven -1 bei Amelinghausen 9. Raven -2 bei Amelinghausen 10. Wetzen bei Amelinghausen 11. Eyendorf bei Amelinghausen 12. Rolfsen bei Amelinghausen  13. Langenrehm bei Harburg 14. Langenbeck in Harburg 15. Emsen bei Harburg 16.Pahlkrug in Dithmarschen 17. Brutkamp in Dithmarschen 18. Bunsoh in Dithmarschen
Besucht 2010
19 in M.V. Grevesmühlen 20 Rerik 21 Blankensee 22 Wennerstorf
Megalihtenbauwerke III Straße der Megalithenkultur
23 Emsland Kleinenkneten, 24 Visbeker Braut 25 Hohen Steine
Besucht 2011 Megalihtenbauwerke IV 26 Eyendorf, 27 Sachsenwald 28 Zeven Steinfeld 29 Zeven Steinfelder Holz
 
 
Meine Quelle unter anderen die Homepage von Thomas Witzke ...Auf diesem Link könnt Ihr alle Megalithenbaute auch per GPS Daten absuchen..hier z.B. Niedersachsen

 http://tw.strahlen.org/praehistorie/niedersachsen.html

und andere gute Webseiten über Hügelgräber

http://www.stonepages.de/db/stonepages.php?id=190     mit interaktiven Karte...

http://grosssteingraeber.de/seiten/deutschland.php

 

 Nr. 1 Großsteingrab "Horneburg 4", Issendorf, Horneburg bei Buxtehude

Sprockhoff: Nr. 663

Südwestlich von Horneburg bei Issendorf liegen an einem archäologischen Lehrpfad drei Hünenbetten, eine Steinkiste und mehrere Hügelgräber. An den Hünenbetten stehen Informationstafeln.
Das Grab "Horneburg 4" schließt sich unmittelbar östlich an "Horneburg 3" an. Von der Umfassung des etwa 37 Meter langen Hünenbetts ist auch hier fast nichts erhalten. Dagegen ist jedoch die Kammer mit Ausnahme der Decksteine komplett vorhanden. Nur der westliche Deckstein liegt noch auf den Tragsteinen auf, die anderen zwei fehlen. Der ebenfalls noch erhaltene Zugang zur Kammer liegt auf der Südseite. Er weist noch einen Deckstein auf. Sprockhoff kannte die Kammer noch z.T. im Boden verborgen, sie ist erst später ausgegraben worden.

Koordinaten (GPS gemessen):
53.48799° N, 9.54290° E (WGS84

 

Grabanlage in Issendorf bei Horneburg 

Grabanlage in Issendorf bei Horneburg 

Unten Nr 2 Klecken

Grabanlage Klecken ....Besuch 2007

 Großsteingrab Klecken bei Buchholz

Sprockhoff: Nr. 675

Fährt man von Klecken (an der A1, südlich von Hamburg) nach Süden Richtung Buchholz, hat man kurz nach der Siedlung "Am Walde" unmittelbar rechts der Straße das Großsteingrab zu liegen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat man eine große Parkbucht, wo man gut parken kann. Ein Hinweisschild auf das Großsteingrab gibt es nicht. Neben der Anlage steht eine Informationstafel.
Es handelt sich um eine sehr schöne und sehenswerte Anlage mit einer Grabkammer in einem langen Hünenbett. Sie ist etwa 20° NNE-SSW orientiert. Das rechteckige Hünenbett weist eine Länge von 48 Metern und eine Breite von 6 Metern auf. Es besteht aus 76 Steinen. Bemerkenswerterweise stehen zwei davon, einer an der nordöstlichen und einer an der südöstlichen Ecke, etwas außerhalb des eigentlichen Hünenbetts. Sie sind auch größer als die anderen Steine der Umfassung. Der nördliche steht noch aufrecht, der südliche ist gekippt. Sofern es sich nicht um ein Artefakt der Rekonstruktion handelt (z.B. verschleppte Decksteine der Kammer) haben diese Steine neben dem eigentlichen Hünenbett gestanden, vielleicht als eine Art Kult- oder Wächtersteine.
Die Kammer bestand aus 5 Trägersteinpaaren, je einem Trägerstein an den Schmalseiten und mindestens 4 Decksteinen. Nur ein Deckstein ist noch vorhanden. Er liegt auf den Tragsteinen. Der Zugang zur Kammer, von dem noch ein Stein erhalten ist, befand sich an der östlichen Längsseite.
Das Großssteingrab wurde 1892 restauriert. Von früheren Versuchen, die Steine zu zerkleinern und für den Haus- und Straßenbau abzutransportieren, zeugen z.B. deutlich sichtbare Meißelspuren an einem Stein der südlichen Schmalseite des Hünenbettes.
Ende des 19. Jahrhunderts gab es eine Ausgrabung an dem Großsteingrab, dabei wurden keinerlei Funde mehr getätigt.

Koordinaten (aus der topografischen Karte):
53.34520° N, 9.94075° E (WGS 84). 

 

Grabanlage Klecken bei Harburg mit riesigem Hünenbett und einen Dolmen...Besuch 2009

Als nächstes sind die Siebenstein Häuser in Bergen Belsen zu sehen. Die Grabanlage besteht aus fünf sehr gut erhaltenen Groß/Ganggräbern welche auf einem Truppenübungsplatz liegen. Warum die fünf allerding Siebenstein heißen ist unbekannt.

Nr 3 Großsteingrab "Siebensteinhäuser A", Osterheide bei Bad Fallingbostel

Sprockhoff: Nr. 806

Die Großsteingräber liegen mitten im NATO-Truppenübungsplatz Bergen, können aber am Wochenende zwischen 8 und 18 Uhr besucht werden. Man fährt von der A7 Abfahrt Westenholz Richtung Westenholz und Osterheide. Hier sind die "Siebensteinhäuser" (auch "Sieben Steinhäuser") ausgeschildert. An einem Posten (mit Schranke) bekommt man ein Blatt mit Hinweisen zur Benutzung der Straße und ein Blatt mit Informationen zu den Großsteingäbern.
Nach etwa 6 km auf der Straße durch den Truppenübungsplatz (die Straße darf nicht verlassen werden) gelangt man zu dem Besucherparkplatz. Die Großsteingräber liegen unmittelbar daneben.
Im Gegensatz zu dem Namen "Siebensteinhäuser" handelt es sich nicht um sieben Großsteingräber, sondern um fünf. Lange Zeit wurde nach den zwei angeblich verschollenen Gräbern gesucht, jedoch ohne Erfolg. Es gibt keine Hinweise, dass es jemals sieben Gräber gewesen sind. Auch ein alter Stich von 1844 zeigt nur 5 Gräber. Die "Sieben" dürfte deshalb eher ein volkstümliches Synonym für "mehrere" oder "etwa ein halbes Dutzend" sein.

Die Gräber sind schon sehr lange bekannt. Die älteste schriftliche Erwähnung stammt von 1720. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Gräber erstmals durch den Fallingbostler Oberamtmann Quintuis Icilius unter Schutz gestellt. 1958 wurden Schutzwälle um die Gräber errichtet, um sie vor Granateinschlägen zu bewahren. Dadurch ist aber der ursprüngliche Charakter der Umgebung verloren gegangen und etliche Besucher haben die Vermutung, dass die Gräber unter großen Hügeln gelegen haben und nur ausgegraben wurden. Das Faltblatt stellt aber den tatsächlichen Zusammenhang dar.

Die fünf Gräber sind mit A - E bezeichnet. Sie wurden etwa 2300 v.d.Z. errichtet und sind in die Trichterbecherkultur zu stellen.

Die Gräber A, B, C und E sind etwas jünger als Grab D. Es handelt sich hierbei um Ganggräber. Auch diese Anlagen sind nach Nordost wie Grab D ausgerichtet. Die Eingänge befinden sich an der südöstlichen Langseite. Grab A liegt etwas abseits der anderen vier Gräber.
Bei Grab A handelt es sich um eine Kammer von 6,5 x 2 Metern Abmessung. Sie besitzt je vier Tragsteine an den Längsseiten. In der Mitte der südöstlichen Seite liegt der Zugang. Die drei Decksteine sind noch vorhanden, wobei der mittlere zerbrochen in der Kammer liegt und der östlichste abgekippt ist.

Grabanlage Siebsteinhäuser bei Ostenholz / Truppenübungsplatz / Grab A  / Ein riesiger Deckstein

Siebsteinhäuser bei Ostenholz / Truppenübungsplatz / Grab A / Pascal konnte innen aufrecht stehen

Siebsteinhäuser bei Ostenholz / Truppenübungsplatz / Grab B

Siebsteinhäuser bei Ostenholz / Truppenübungsplatz / Grab C

Siebsteinhäuser bei Ostenholz / Truppenübungsplatz / Grab DSiebsteinhäuser bei Ostenholz / Truppenübungsplatz / Grab E

Nr 4 Es folgt die Oldendorfer Totenstadt bei Amelinghausen. Hier gibt es vier rekonstuierte Megalithengräber und zwei undeutsame Grabhügel welche inmitten der schönen Heide liegen...

Grabanlage Oldendorfer Totenstadt bei Amelinghausen...Ein 80 Meter langer Grabhügel........

In Amelinghausen ( Oldendorfer Totenstadt )iegen mehrere Hünenbetten in einer großen Waldlichtung. 2009 haben wir den Platz erneut aufdesucht und tolle Eindrücke gesammelt. Hier gibt es vier rekonstuierte Megalithengräber und zwei undeutsame Grabhügel welche inmitten der schönen Heide liegen...

Großsteingrab "Oldendorf 1", Oldendorf bei Amelinghausen, Lüneburger Heide

Sprockhoff: Nr. 683.

Etwa 500 Meter südöstlich von Oldendorf liegt eine beeindruckende Gruppe von vier Großsteingräbern und zwei Hügelgräbern, bekannt als "Oldendorfer Totenstatt". Die in einer Heidelandschaft liegenden Gräber sind ausgeschildert und gut zu erreichen. Am Parkpletz findet sich ein Lageplan der Gräber. Die sehr sehenswerte Anlage macht einen gepflegten Eindruck, alle Megalithgräber sind mit Erklärungstafeln versehen. Das Ensemble besteht aus drei Hünenbetten, einer Steinkammer und zwei bronzezeitlichen Grabhügeln. Oldendorf 1 ist das nördlichste Hünenbett, südlich schließen sich die Steinkammer Oldendorf 2 und das Hünenbett Oldendorf 3 an. Östlich davon liegt das Hünenbett Oldendorf 4.
Bei dem Grab Oldendorf 1 handelt es sich um ein etwa 45 Meter langes Hünenbett in Nordost-Südwest-Richtung. Der gut erhaltene Erddamm ist 6,5 - 7 Meter breit und bis 2 Meter hoch. Ursprünglich waren 76 Steine der Umfassung vorhanden. Ein großer Teil der Steine fehlt, zum Teil sind nur zersprengte Reste vorhanden. Nur wenige Steine stehen noch in situ, einige sind den Hügel abgekippt. Am Südwestende des Hünenbetts befindet sich der Rest einer ursprünglich dreijochigen Kammer, die durch F. Laux 1973 ausgegraben wurde. Die Kammer steht schräg zur Längsachse. Der Zugang befindet sich im Süden. Auf dem Bodenpflaster aus Lehmestrich konnten Pfeilspitzen, ein Beilfragment und Scherben von mehreren Gefäßen der Trichterbecherkultur sowie Knochenreste gefunden werden. Von der Kammer sind nur der westliche Schlussstein und ein Tragstein der südlichen Längsseite erhalten.

Koordinaten (GPS gemessen):
53.14786° N, 10.21915° E (WGS84). 
 



Koordinaten (GPS gemessen): 53.14786° N, 10.21915° E (WGS84).


 

In den folgenden Bildern ist die Grabanlage bei Soderstorf/ Amelinghausen  zu sehen . Im Jahre 2006

Nr 5 Großsteingrab "Soderstorf", Soderstorf bei Amelinghausen, Lüneburger Heide

Sprockhoff: Nr. 682

Das Steingrab ist sehr einfach zu erreichen. Man nimmt in Soderstorf die Wohlenbütteler Straße in Richtung Westen und fährt bis zum Waldrand nach den letzten Häusern. Hier liegt unmittelbar südlich der Straße das Großsteingrab und ein bronzezeitliches Gräberfeld. Die ganze Anlage macht einen sehr gepflegten Eindruck. Leider ist keine Informationstafel vorhanden.
Bei dem Grab handelt es sich um eine in Westnordwest-Ostsüdost-Richtung orientierte Kammer, die noch in einem bis 2 Meter hohen Hügel von 20 Meter Durchmesser liegt. Die 6 x 1,4 Meter große Kammer weist noch alle Tragstein in situ auf, an der Nordseite vier Steine, an der Südseite fünf, sowie die beiden Schlusssteine an den Schmalseiten. Alle vier Decksteine liegen noch auf. An der Südseite liegt der Zugang zur Kammer. Die Tragsteine sind erhalten, es fehlen nur die Decksteine.
Eine erste Ausgrabung fand 1883 durch Th. Meyer statt, eine zweite 1971 durch C. Ahrens. Dabei wurde u.a. eine zweimalige bronzezeitliche Überbauung des Grabes festgestellt. Direkt südlich an das Steingrab schließt sich das Gräberfeld der Bronzezeit.....an.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.14401° N, 10.16924° E (WGS84).

In Soderstorf befinden sich neben dem Hünengrab auch ein Steingräberfeld aus der Bronzezeit

 

bronzezeitliches Gräberfeld, Soderstorf bei Amelinghausen, Lüneburger Heide

Das Gräberfeld und das Steingrab Soderstorf sind sehr einfach zu erreichen. Man nimmt in Soderstorf die Wohlenbütteler Straße in Richtung Westen und fährt bis zum Waldrand nach den letzten Häusern. Hier liegt unmittelbar südlich der Straße das Großsteingrab und ein bronzezeitliches Gräberfeld. Die ganze Anlage macht einen sehr gepflegten Eindruck. Leider ist keine Informationstafel vorhanden.
Das Gräberfeld ist sehr schön freigelegt, dadurch sind die unterschiedlichen Strukturen sehr gut sichtbar. Vorhanden sind mehr als 10 Steinpflastergräber, runde Pflasterungen aus faust- bis kopfgroßen Steinen. Am südlichen Ende des Feldes steht noch ein komplett erhaltenes Hügelgrab. Weiterhin vorhanden sind zwei Steinkreise (Umfassungen) aus bis etwa 70 cm hohen Steinen. Im Zentrum der Kreise ist jewels eine kleine Steinkiste von 10 - 15 cm Innenmaß vorhanden. Hier wurde sicher nur Asche eingebracht. Diese Gräber sind sicher überhügelt gewesen und erst durch die Ausgrabung freigelegt worden. Außerdem gibt es noch eine etwas größere Steinkiste von 30 - 40 cm Innenmaß, die nicht von einem Steinkreis umgeben ist. Weiterhin vorhanden sind noch zwei Menhire von etwa knapp 1 Meter Größe.

Koordinaten (GPS gemessen):
53.14360° N, 10.16899° E (WGS84).

Hier das Gräberfeld aus der Bronzezeit. Solche Kultplätze wurden über tausende Jahre von verschieden Kulturen immer wieder aufs neue genutzt.

 

2009 waren wir wieder hier..

Als nächstes ist ein mystischer Wald bei Grundoldendorf mit wirklich unheimlicher Atmosphäre zu sehen..................

Nr 6 Großsteingrab "Bliedersdorf 1", Grundoldendorf, Bliedersdorf bei Buxtehude

Sprockhoff: Nr. 664

Ein beeindruckendes Ensemble von vier Großsteingräbern liegt südöstlich von Bliedersdorf bei Grundoldendorf. Man nimmt in Grundoldendorf die erste kleine Straße westlich der Kreuzung der Straßen Beckdorf - Horneburg und Nottensdorf - Harsefeld, die nach Bliedersdorf führt, aber nicht ausgeschildert ist. Auch ein Hinweisschild auf die Steingräber sucht man hier vergeblich. Kurz nach den letzten Häusern hat man an einer Linkskurve in einem Waldstück die Hünenbetten zu liegen. Hier findet sich eine Informationstafel.
Die Gräber 1 bis 3 liegen unmittelbar hintereinander in Nordwest-Südost-Richtung, so dass der Eindruck eines extrem langen Hünenbettes entsteht. Die Zählung beginnt bei dem südlichsten. Das vierte Grab ist parallel dazu orientiert, aber nach Süden versetzt. Ein fünftes Grab befand sich etwa 300 Meter weiter nordwestlich in der Verlängerung der Gräber 1 bis 3. Es ist schon im 19. Jahrhundert entfernt worden.
Die Anlage "Bliedersdorf 1" ist ein sehr gut erhaltenes Hünenbett von 51 Meter Länge und 8 Meter Breite. Fast alle Steine sind vorhanden und stehen in situ. Die Steine an den Schmalseiten sind größer als die der Längsseiten. In der Mitte des Hünenbettes findet sich eine quer zur Längsrichtung stehende Kammer mit zwei Tragsteinen. Sie kann als erweiterter Dolmen betrachtet werden. Ihre Abmessung beträgt etwa 3 x 1,2 Meter. Der Zugang befindet sich im Südwesten.
Unmittelbar nordwestlich mit einem Zwischenraum von lediglich 3 Metern schließt sich das Grab "Bliedersdorf 2" an.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.47158° N, 9.58655° E (WGS84).

Grabanlage Grundoldendorf bei Horneburg Grab 1

Grabanlage Grundoldendorf bei Horneburg Grab 2

Grabanlage Grundoldendorf  Grossgrab bei Horneburg Grab 3

Der Opferstein bei Grundoldendorf. Hier waren merkwürdige Geräusche der Bäume und Steine zu hören das sogar ich ein wenig Gänshaut bekam.

Nun folgt noch eine schöne Anlage bei Lübeck wo fast die gesamte Familie dabei war und alle begeistert waren.

Nr 7 Großsteingrab "Pöppendorf" ("Waldhusener Forst"), Pöppendorf bei Lübeck

Sprockhoff: Nr. 248.

Von Pöppendorf bei Kücknitz zwischen Lübeck und Travemünde fährt man auf der Straße "Am Ringwall" in Richtung von dem slawischen Ringwall. Am dem Ringwall macht die Straße einen Knick nach Südwesten. Nach einem weiteren Knick Richtung Westen kommt man direkt auf das Großsteingrab zu, das ein paar meter abseits der straße unter Bäumen liegt.
Das sehr gut erhaltenen Grab lag ehemals unter einem 4 Meter hohen Hügel von 16 Metern Durchmesser. 1843 wurde die komplett erhaltene Anlage ausgegraben. Die Kammer mit der Innenabmessung 4 x 1,7 Meter ist in Nordnordwest-Südsüdost-Richtung orientiert. Beide Längsseiten weisen drei Tragsteine auf. An der südsüdöstlichen Schmalseite findet sich ein Tragstein, an der gegenüber liegenden zwei. Alle Tragsteine stehen in situ. Drei Decksteine liegen noch auf. Der Zugang zur Kammer befindet sich an der südwestlichen Ecke. Er weist ein Tragsteinpaar und einen Deckstein auf.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.92703° N, 10.80578° E (WGS84).

Das Gangrab im Waldhusener Forst bei Lübeck  ist  von einem Steinring umgeben

Das Grab ist ein besonders schönes Exemplar, allerdings ist es nach Vandalismus 1977 restauriert worden

Hier noch einmal die Rückseite mit Eingangsportal

 

Durch das Eingangsportal gelangt man ins Innere. Die Symmetrie der behauenen Steine ist erstaunlich.

 

Jetzt  folgen ein paar anschauliche Gräber im Kreis Amelinghausen in der Lüneburger Heide. Als erstes das Hünenbett Raven 1

Nr 8 Großsteingrab "Raven 1", Raven bei Amelinghausen, Lüneburger Heide

Sprockhoff: Nr. 679.

Etwa 750 Meter Nordnordöstlich von dem Zentrum von Raven liegt das Großsteingrab Raven 1. Von der nach Eyendorf führenden Straße biegt man in den "Ernesto-Krause-Weg" ab und fährt hier bis zum Waldrand. Von hier ist das Grab über einen ausgeschilderten, nach Norden führenden Weg zu erreichen. Nach etwa 400 Metern hat man es im Wald zu liegen.
Es handelt sich um ein Hünenbett in Richtung Nordost-Südwest mit gleichgerichteter Kammer. Von dem Hünenbett sind noch 17 Steine vorhanden, von denen die meisten nicht mehr in situ stehen. Die Abmessung des Hünenbetts kann mit 18 x 7 Metern angegeben werden. Von der vierjochigen Kammer sind noch alle Tragsteine und drei Decksteine vorhanden. Nur ein Deckstein ist abgewälzt und gesprengt. Die Kammer weist eine Größe von 5 x 1,4 - 1,5 Metern auf.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.18209° N, 10.16236° E (WGS84).

Als nächste ist das Hünenbett Raven 2 bei Amelinghausen zu sehen. Besucht im Mai 2009.

Nr 9 Großsteingrab "Raven 2", Raven bei Amelinghausen, Lüneburger Heide

Sprockhoff: Nr. 680.

An der Straße von Raven nach Wetzen liegt nicht weit hinter Raven nördlich der Straße ein auffallender Höhenrücken auf dem sich dicht beieinander zwei Großsteingräber, Raven 2 und Wetzen, befinden. Raven 2 ist das westliche der beiden.
Bei dem Grab handelt es sich um eine Steinkammer in Richtung Nordwest-Südost. Alle Trägersteine der Kammer sind vorhanden. Einige waren aber umgefallen und wurden bei einer Rekonstruktion um 1960 wieder aufgerichtet. Ebenso sind zwei Tragsteine des im Südosten befindlichen Zugangs vorhanden. Die in die Kammer gerutschen Decksteine wurden wieder aufgelegt. Die Größe der Kammer beträgt 6 x 1,5 Meter.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.17568° N, 10.18604° E (WGS84

Knappe hundert Meter neben der Grabanlage Raven 2 liegt das sogenannte Grab Wetzen welches von einen schönen Steinkreis umgeben ist. Leider auf den Photo schlecht zu erkennen.

Nr 10 Großsteingrab "Wetzen", Raven bei Amelinghausen, Lüneburger Heide

Sprockhoff: Nr. 681.

An der Straße von Raven nach Wetzen liegt nicht weit hinter Raven nördlich der Straße ein auffallender Höhenrücken auf dem sich dicht beieinander zwei Großsteingräber, Raven 2 und Wetzen, befinden. Wetzen ist das östliche der beiden.
Bei dem Grab handelt es sich wie bei der benachbarten Anlage "Raven 1" um eine Steinkammer in Richtung Nordwest-Südost. Die Kammer war stark zerstört, lediglich drei Tragsteine standen noch in situ. Die anderen Steine lagen wirr durcheinander, zwei Decksteine lagen in der Kammer. Um 1960 wurde die Anlage als eine dreijochige Kammer rekonstruiert, wobei die Rekonstruktion nach Sprockhoff jedoch nicht umumstritten ist. Zwei Decksteine sind vorhanden von ursprünglich wahrscheinlich vier. Einerd er Steine ist zersprengt.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.17585° N, 10.18674° E (WGS84).

Pascal krabbelt überall rein...

In Eyendorf auch bei Amelinghausen ist ein schönes Exemplar auf einen Acker zu finden welches aber leider bei unserem Ausflug nicht betreten werden durfte, da man nur im Herbst ( wenn das Feld brach liegt )den Acker betreten darf.

Nr 11 Großsteingrab "Eyendorf 1", Lübberstedt bei Amelinghausen, Lüneburger Heide

Sprockhoff: Nr. 678.

Westlich der Straße von Eyendorf nach Raven, einen reichlichen Kilometer südlich von Eyendorf liegen die Gräber Eyendorf 1 und 2. An der Straße steht ein Stein mit der Inschrift "4000 J. Steingrab", allerdings nur aus Richtung Raven kommend zu sehen. Man folgt dem hier von der Straße nach Westen führenden Weg etwa 500 Meter bis zu einem Hochstand. Etwa 100 Meter nördlich davon liegt im Feld das Grab Eyendorf 1. Da kein Weg hinführt, sollte es nur nach der Erntezeit besucht werden. Unmittelbar hinter dem Hochstand liegt das zerstörte Grab Eyendorf 2.

Bei dem Grab "Eyendorf 1" handelt sich um eine in Nordwest-Südost-Richtung orientierte Kammer. Beide Langseiten zeigen je vier Tragsteine. Die beiden Schlusssteine sind ebenfalls vorhanden. Der Zugang liegt in der Mitte der Südwest-Seite. Zwei Decksteine von ursprünglich vier sind noch vorhanden und liegen auf. Es wird vermutet, dass die Kammer in einem Hünenbett lag, jedoch ist dies nicht sicher feststellbar gewesen. Das Grab wurde um 1965 ausgegraben und restauriert.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.18617° N, 10.14622° E (WGS84).

Nr 12 In Rolfen bei Amelinghausen liegt noch ein Megalithengrab eine sogenannte Steinkiste welche wir bislang noch nicht selbst besucht haben , hier aber erwähnt und gezeigt wird....

Großsteingrab "Rolfsen", Rolfsen bei Amelinghausen, Lüneburger Heide

Sprockhoff: Nr. -

Das Großsteingrab liegt westlich von Rolfsen. Man nimmt in Rolfsen die Straße "Im Sande" nach Westen bis zu dem Hinweisschild "Dolmengrab". Hier folgt man dem Weg noch knapp 100 Meter nach Süden und hat rechts das Grab zu liegen.
Es handelt sich um eine Steinkiste (Blockkiste) ohne Zugang. Das Innenmaß lässt sich mit 1,4 x 1,25 Metern angeben. Alle vier Wandsteine sind vorhanden, der Deckstein fehlt. Die Steinkiste liegt in einer runden Umfassung von etwa 13 Metern Durchmesser.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.15916° N, 10.13138° E (WGS84). 
 

13 Langenrehm bei Harburg
 

Stark zerstörtes Grab- in Langenrehm bei Harburg. Diese Grab habe ich im Juni 2009 besucht......

Bei meiner Suche der teils sehr versteckten Hünengräber bin ich sehr verwundert das die anwohner der Umgebung nichts über das vorhanden sein der Gräber wissen.

Nr 14 Langenbeck in Harburg

Die nächsten zwei Bilder sind vom Hügelgrab ( nicht ausgegraben )in Langenbeck Hamburg Harburg 3 km von meiner Haustür entfernt direkt in einer Wohnsiedlung. Leider sehr dunkel in dem kleinen Waldstück....Der Hügel ist mit einem Steinkreis umgeben..

Nr 15 Emsen

Das Megalithengrab bei Emsen ist sehr versteckt im Wald und keiner den ich gesprochen habe kannte es noch hat irgend ein Anwohner es je gesehen da es abseits der Wege liegt und keine Hinweisschild oder der gleichen hat....

 

 

Schönes Gang- Grab bei Emsen- ca 7 km von Harburg.

Nr 16 Linden Pahlkrug in Dithmarschen

Die folgenden Hünengräber befinden sich in Dithmarschen Scleswig holstein. Hier gibt es sehr viele noch gut erhaltene Gräber. Das Grab in Pahlkrug Linden ist rekonstuiert und wieder wie ursprünglich mit eine Hügel versehen. Sehr schönes Beispiel....

Der Eingang ist recht eng

Drinnen ist es recht angenehm, wenn man bedenkt welchen zweck auch immer diese Kammer hatte....

Nr 17 Brutkamp

Jetzt sehen wir den großten und mit 25 Tonnen schwersten Deckstein in Schleswig Holstein den Brutkamp in Albersdorf. Leider wurde bei unserem Besuch gerade ein Stützträger montiert sodaß betreten eigentlich verboten war.Unvorstellbar wie vor 5000 Jahren 25 Tonnen hier hoch gewuchtet wurden. 25 Tonnen ca. 15 VW Golf

 

Nr 18 Bunsoh

Jetzt kommt das Hügelgrab von Bunsoh mit dem berühmten Schalenstein. Dieser Schalenstein hat die besonderen Merkmalen von Handabdrücken. Zu den Schalensteinen gibt es keine Erklärungen. Siehe folge Seiten...

das Stadtwappen der Stadt zeigt das Megalithenbauwerk

 Recht sind die Handabdrücke deutlich zu sehen knapp darüber das Rad-Kreuz. Ein uraltes Symbol ( nicht vom Christentum eingeführt sondern tausende Jahre älter )

Um die Hünengräber gibt es eine Menge Sagen. Schon seit  tausenden Jahren sind die Menschen von den Bauwerken beeindruckt und können sich das Bauwerk , die Bauweise, seine Art und seinen Zweck nicht erklären. Im Mittelalter glaubte man noch der Teufel hatte seine Finger im Spiel wodurch viele einen eigensinnigen Namen bekommen haben. Oder die riesen , die hünen haben Sie gebaut, daher oft der Name Hünengrab.....

Im Jahr 2010 waren wir im Frühjahr in Mecklenburg Vorpommern. Es folgen Bilder aus Grevesmühlen

2010 Nr 19

Großsteingrab "Everstorf Süd 2" ("Teufelsbackofen"), Südgruppe im Everstorfer Forst, Grevesmühlen

Sprockhoff: Nr. 312

Im Everstorfer Forst östlich von Grevesmühlen liegt ein beeindruckendes Ensemble von Großsteingräbern. Sie teilen sich in zwei Gruppen nördlich und südlich von Barendorf auf. Die Südgruppe liegt direkt an der B105, am Abzweig der Straße nach Barendorf. Hier befindet sich auch ein Parkplatz mit einer Tafel, auf der die Lage der Großsteingräber verzeichnet ist. Zur Südgruppe gehören 5 Gräber, drei davon liegen südlich der B105 und zwei nördlich davon.
Ein vergleichbares Ensemble von Großsteingräbern, auch in der Ausführung der Anlagen, gibt bei Wildeshausen in Niedersachsen
Vom Parkplatz aus überquert man die B105 und folgt dem Weg in den Wald nach Süden bis man zu einer Wegekreuzung kommt. Hier geht man nach links und erreicht nach etwa 50 Metern auf einer Lichtung zwei Großsteingräber, den "Teufelsbackofen" und ein Hünenbett mit Kammer.
Der "Teufelsbackofen" ist eine beeindruckende, nahezu komplett erhaltene Anlage. In einer kreisförmigen Umfassung steht ein in Ost-West-Richtung orientierter, erweiterter Dolmen mit 7 Tragsteinen und 2 Decksteinen. Von der Umfassung sind 20 Steine vorhanden.
Das Großsteingrab ist in die Trichterbecherkultur des Neolithikums zu stellen. Einer der Decksteine des Dolmens weist zahlreiche Näpfchen auf. Sie erreichen bis 6 cm Durchmesser und bis 3 cm Tiefe. Der zweite Deckstein zeigt nur wenige Vertiefungen. Die Näpfchen stehen nicht mit der Errichtung des Dolmens in Zusammenhang sondern sind jüngeren Datums, vermutlich bronzezeitlich.
Die Anlage wurde 1966 ausgegraben und rekonstruiert. Der kleinere, verlagerte Deckstein wurde wieder aufgelegt. Die Steine der Umfassung waren mehr oder weniger verlagert, hier wurde eine kreisförmige Anordnung wieder hergestellt.

 

Teufelsbackofen

Grevesmühlen

Der kleinere Deckstein ist sogar ein Schalenstein

 

Der Teufelsbackofen gehört wie das folgende Langbett zur Südgruppe von einer Reihe von 7 Gräbern in unmittelbarer Nähe bei GrevesmühlenEin riesiges Langbett bei der Südgruppe

Und noch ein Langbett allerdings nicht ganz so groß, direkt neben dem Teufelsbackofen

Jetzt folgt ein weiteres riesiges Langbett zugehörig der Nordgruppe. Irrer Anblick...

 

Großsteingrab (Hünenbett) "Everstorf Nord 3", Nordgruppe im Everstorfer Forst, Grevesmühlen

Sprockhoff: Nr. 306

Im Everstorfer Forst östlich von Grevesmühlen liegt ein beeindruckendes Ensemble von Großsteingräbern. Sie teilen sich in zwei Gruppen nördlich und südlich von Barendorf auf. Die Südgruppe liegt direkt an der B105, am Abzweig der Straße nach Barendorf. Hier befindet sich auch ein Parkplatz mit einer Tafel, auf der die Lage der Großsteingräber verzeichnet ist. Zur Nordgruppe folgt man der Ausschilderung, sie liegt nordwestlich von Barendorf und südöstlich von Everstorf. Zur Nordgruppe gehören 4 Hünenbetten und 4 Dolmen. Alle Gräber liegen im Wald wenige Meter südlich der Straße, die von Hoikendorf Richtung B105 und Grevesmühlen führt.

Die Anlage liegt westlich von Grab Nr. 305. Es handelt sich um ein fast in Ost-West-Richtung (etwa 80°) orientiertes, schwach trapezförmiges Hünenbett. Die Abmessungen betragen etwa 16 x 4,0 - 3,5 Meter. Ein Teil der Steine war bei der Aufnahme durch Sprockhoff etwas verlagert. Die Anlage wurde inzwischen rekonstruiert. Bei Ausgrabungen wurde auch die damals noch nicht bekannte Kammer aufgefunden.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.88073° N, 11.27637° E (WGS84). Nordgruppe 

Beim 3 Grab ist nur noch ein kleiner Rest erhalten

 

Großsteingrab (Dolmen) "Everstorf Nord 2", Nordgruppe im Everstorfer Forst, Grevesmühlen

Sprockhoff: Nr. 305

Im Everstorfer Forst östlich von Grevesmühlen liegt ein beeindruckendes Ensemble von Großsteingräbern. Sie teilen sich in zwei Gruppen nördlich und südlich von Barendorf auf. Die Südgruppe liegt direkt an der B105, am Abzweig der Straße nach Barendorf. Hier befindet sich auch ein Parkplatz mit einer Tafel, auf der die Lage der Großsteingräber verzeichnet ist. Zur Nordgruppe folgt man der Ausschilderung, sie liegt nordwestlich von Barendorf und südöstlich von Everstorf. Zur Nordgruppe gehören 4 Hünenbetten und 4 Dolmen. Alle Gräber liegen im Wald wenige Meter südlich der Straße, die von Hoikendorf Richtung B105 und Grevesmühlen führt.

Das Großsteingrab liegt westlich vom Grab Nr. 304. Sprockhoff erwähnt nur einen Hügel mit 7 verstreuten Steinen, das Grab wurde später restauriert. Die Anlage präsentiert sich jetzt als ein Dolmen mit schmaler Kammer und einem Deckstein.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.88092° N, 11.27651° E (WGS84).

Das letzte der Nordgruppe mitv schwerem Deckstein....

Jetzt folgen die wohl schönsten Exemplare die ich bisher gesehen habe. Sie stehen nebeneinander auf einem Feld bei Rerik an der Ostsee MV. Das war ein echt toller u eindrucksvoller Anblick

Nr 20 Großsteingrab Ganggrab Gaarzer Hof, Rerik, westlich von Bad Doberan

Sprockhoff: Nr. 327.

Das Großsteingrab ist sehr einfach zu finden. Von Kröpelin kommend, liegt es noch vor Rerik südlich der Kröpeliner Straße, unmittelbar dort, wo es nach Norden zum Ortsteil Neu Gaarz geht. Knapp 100 Meter weiter westlich befindet sich ein zweites Großsteingrab. Die beiden Anlagen liegen im Feld, empfehlenswert ist also ein Besuch nach der Ernte. An der Straße gibt es keine Hinweisschilder auf die Gräber, direkt an beiden stehen jedoch Informationstafeln.

Die Kammer ist annähernd in Ost-West-Richtung (ca. 100°) orientiert. Sie weist eine Länge von 6,70 Metern, eine Breite von 1,90 Metern und eine Höhe von 1,50 Metern auf und bestand aus fünf Jochen. Von den Tragsteinen fehlt nur einer an der nördlichen Seite. Zwei der Decksteine der Kammer sind noch vorhanden. Der Zugang befindet sich auf der Südseite. Er ist 3 Meter lang bei 0,80 Meter Breite. Man sieht noch zwei Schwellensteine, einer am Beginn des Zugangs und einer in der Mitte.

Die Anlage wurde 1967 durch A. Hollnagel ausgegraben. Gefunden wurden u.a. 3 Bernsteinperlen, ein Felsaxtbruchstück, 2 Feuersteinbeile, 16 querschneidige Pfeilspitzen aus Feuerstein und ein reich verziertes Keramikgefäß mit plastischer Gesichtsdarstellung.
Einer der Decksteine zeigt eine kreisförmige Markierung von etwa 7 cm Durchmesser.

 

rechts

 

links

 

linkes Grab

100 Meter daneben steht ein weiteres schönes Exemplar (nicht ganz erhalten )

Eine Tafel zeigt die Bauwerke in der Umgebung...recht viele..

Ein Tafel zeigt die Standorte in der Umgebung von Rerik. Hier ist der Osten von Deutschland ..M.V. mal wieder Vorreiter in sachen alter Kulturdenkmäler. Nimmt Euch ein Beislpiel

In Neu Gaarz bei Rerik steht noch ein schönes Exemplar

Großsteingrab "Mechelsdorf 3", Rerik, westlich von Bad Doberan

Sprockhoff: Nr. 324.

Das Großsteingrab erreicht man, indem man von Rerik den Meschendorfer Weg nimmt, die küstenparallel nach Nordost verlaufende Straße Richtung Mechelsdorf. Am Ende von Rerik findet sich ein kleines Schild "Großsteingrab", das vom Meschendorfer Weg in den rechts abzweigenden Bastorfer Weg weist. Man fährt diese Straße bis zum Ende. Links von dem landwirtschaftlichen Betrieb führt nun ein Weg weiter. Diesem durch ein Waldstück führenden Weg folgt man, bis man direkt auf das Großsteingrab trifft. Die bei Sprockhoff in der Karte eingezeichnete Lage ist falsch, ebenso ist die Positionsangabe bei C. Holtorf um einige hundert Meter falsch.

Das Großsteingrab ist gut erhalten. Es handelt sich um einen erweiterten Dolmen in Nordost-Südwest-Richtung. Die Längsseiten weisen je zwei Tragsteine auf, die in situ stehen. Ebenso sind die Steine der Schmalseiten vorhanden. Ein Deckstein liegt auf, ist jedoch etwas verschoben. Der zweite Deckstein ist abgewälzt. An der Westecke befindet sich der Zugang zur Kammer. Hier stehen noch zwei Tragsteine vom Zugang.

Koordinaten (GPS gemessen): 54.11474° N, 11.64413° E (WGS84

In Rerik Ort  ( Neu gaarz )steht ein zerstörtes Exemplar

Großsteingrab Neu Gaarz 1, Rerik, westlich von Bad Doberan

Sprockhoff: Nr. 325.

Zu dem Großsteingrab gelangt man, indem man von Kröpelin kommend noch vor Rerik in den Ortsteil Neu Gaarz abbiegt ("Straße am Zeltplatz", unmittelbar an der Abzweigung stehen südlich der Kröpeliner Straße im Feld zwei weitere Großsteingräber). Man fährt die Straße am Zeltplatz, bis man links der Straße ein Gewerbegebiet erreicht. Hier nimmt man die unmittelbar vor der Freiwilligen Feuerwehr nach links führende Einfahrt. Man kommt jetzt direkt auf das Großsteingrab zu, es liegt hinter den Häusern. Eine Ausschilderung zu der Anlage gibt es auch hier nicht, obwohl es zu einem Lehrpfad gehört. Neben dem Steingrab steht eine Informationstafel.

Es handelt sich um ein Ostnordost orientiertes Ganggrab. Die Kammer war 9,50 Meter lang, bis 2 Meter breit und 1,30 Meter hoch. Sie wies wahrscheinlich sechs Joche auf. Der Boden bestand aus Rollsteinpflaster mit Flintgrusabstreuung. In der Kammer gab es eine Einteilung in einzelne Quartiere. Eine Besonderheit ist der Eingangsvorbau aus vier Pfostenpaaren. Zu sehen sind vier Tragsteine auf der Nordseite, vier auf der Südseite, einer an der östlichen Schmalseite und drei Decksteine. Merkwürdigerweise sind in der Zeichnung auf der Informationstafel 6 erhaltene Tragsteine auf der Nordseite eingetragen.
Eine Ausgrabung wurde durch E. Schuldt 1967 vorgenommen. Dabei konnten reiche Funde von Beigaben getätigt werden: 32 Feuersteinbeile und -meißel, 2 Nackenkammäxte, 14 Gefäße, 10 Schlagsteine, 38 Klingen, 40 querschneidige Feuersteinspitzen und 51 Bernsteinperlen.

Koordinaten (GPS gemessen): 54.11111° N, 11.62984° E (WGS84).

In Blengow auf dem Vossberg steht ein stark zertörtes Grab mit einen Deckstein auf welchem das Radkreuz eingraviert ist. Das Radkreuz als uraltes tausende Jahre altes Symbol kennen wir schon auf dem Schälchenstein in Bunsoh

Leider ist der Stein sehr stark verwittert und die Anlage zerstört

In Mechelsdorf bei Rerik auf einem Feld steht ein weiterer schöner Dolmen

Großsteingrab "Neu Gaarz 2", Neu Gaarz bei Rerik, westlich von Bad Doberan

Sprockhoff: Nr. 326.

Das Großsteingrab erreicht man, indem man von Rerik den Mechelsdorfer Weg nimmt, die küstenparallel nach Nordost verlaufende Straße nach Mechelsdorf. Am Ende von Rerik findet sich ein kleines Schild "Großsteingrab", das vom Mechelsdorfer Weg in den rechts abzweigenden Bastorfer Weg weist, hier fährt man jedoch weiter geradeaus. Das Großsteingrab steht gut sichtbar auf der rechten Seite, etwa 50 Meter im Feld, unmittelbar vor den ersten Haus von Mechelsdorf, das sich links der Straße befindet. Es gibt unverständlicherweise weder ein Hinweisschild noch eine Tafel mit Erklärungen.

Das Großsteingrab ist sehr schön und gut erhalten. Es handelt sich um einen Dolmen mit einem Zugang auf der Südost-Seite. Ein Deckstein liegt auf drei Tragsteinen auf. Der etwas abgewinkelte Zugang besteht aus vier Tragsteinen, unmittelbar daneben liegen noch zwei Steine, bei denen es sich wahrscheinlich um die Abdeckungen des Zugangs handelt.
Das Steingrab weist einige Näpfchen sowie ein schwach sichtbares Radkreuz auf.

Koordinaten (GPS gemessen): 54.12040° N, 11.64452° E (WGS84).

 

Dieses wünderschöne Exemplar diente mir später als Tattoovorlage

In Hohen Niendorf bei Rerik steht ein zerstörtes Hügelgrab auf einem hohen Hügel

Großsteingrab Hohen Niendorf bei Bad Doberan

Sprockhoff: Nr. 339.

Das Großsteingrab befindet sich am nordöstlichen Rand von Hohen Niendorf, unmittelbar links von dem verfallenden, großen und gut sichtbarem Jagdschloss. Es steht auf einem Hügel zwischen den Bäumen.
Es handelt sich um eine etwa Nord-Süd-orientierte Kammer von wahrscheinlich 5 x 1,80 Meter Abmessung. Von den drei Decksteinen ist der mittlere angebohrt und in zwei Teile gesprengt. Alle Decksteine sind in die Kammer gerutscht. Es sind vier Tragsteine erkennbar, auf der östlichen Seite drei, auf der westlichen einer.

Koordinaten (GPS gemessen): 54.11320° N, 11.70208° E (WGS84).

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